Ein Sparplan ab Geburt kann mehr für euer Kind tun als jedes spätere Gehalt. Wie viel genau – und wie viel es mit 70 wirklich brauchen wird – rechnet dieser Rechner ehrlich durch: mit Inflation und Steuern.
Die gefüllte Fläche ist der Preis des Wartens. Achtet auf Szenario A: Auch nach der letzten Einzahlung wächst die Kurve weiter – ganz allein.
Irgendwann gehört das Depot eurem Kind – rechtlich beim Junior-Depot ab dem 18. Geburtstag, ganz ohne Veto. Der beste Schutz vor dem Verpulvern ist kein Riegel, sondern drei Zahlen:
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Die wahrscheinlichste Rückfrage eures Kindes – und die Antwort lautet: davon leben. Die Inflation, die das Kilo Brot von 1,82 € auf 3,70 € gebracht hat, arbeitet nämlich weiter – auch an den Lebenshaltungskosten eures Kindes.
Durchschnittspreise pro Kilo, gerundet. Brot ist das seltene Produkt, das fast exakt der offiziellen Durchschnittsinflation folgt (~2 % pro Jahr) – anders als gefühlte Preistreiber wie die Kugel Eis (rund 7 % pro Jahr) oder Elektronik, die sogar billiger wurde.
Vor gesetzlicher Rente und anderen Einkommen gerechnet – die vollständige Rechnung mit allen Bausteinen macht unser Rentenlücken-Rechner. Die Botschaft an euer Kind bleibt: Das ist kein Lottogewinn. Das ist ein Vorsprung – den Rest baust du selbst.
Kinder zu versorgen ist keine neue Idee. Früher hieß sie Sparbuch, Bausparvertrag – oder für wenige: die vererbte Immobilie. Die Absicht war richtig, die Werkzeuge sind es nicht mehr.
Das Sparbuch fühlt sich sicher an, verliert aber real Geld: Liegen die Zinsen (z. B. 1,5 %) unter der Inflation (2 %), wären aus 10.800 € Einzahlungen bis zum 70. Geburtstag eures Kindes real nur noch rund 6.700 € Kaufkraft geworden – ein garantierter Verlust, nur in Zeitlupe. Der Bausparvertrag ist ein Werkzeug fürs Bauen, nicht fürs Vorsorgen: zweckgebunden, Abschlussgebühr, Mini-Guthabenzins. Und das Erbe kommt, wenn es kommt – meist erst, wenn das Kind selbst auf die 60 zugeht. Zu spät für den Zinseszins.
Der Kapitalmarkt kann heute, was das Sparbuch nie konnte: Ein breit gestreuter Welt-ETF verteilt schon 50 € auf über 1.000 Unternehmen weltweit, kostet rund 0,2 % im Jahr statt Abschlussgebühren, ist jederzeit verfügbar statt zweckgebunden – und hat langfristig 7–9 % pro Jahr gebracht statt 1 %. Der Preis dafür ist Schwankung: Es wird Jahre mit −30 % geben. Aber genau hier ist euer Kind allen anderen Anlegern überlegen – selbst die längsten Börsenkrisen der Geschichte waren nach 15–25 Jahren aufgeholt, und sein Anlagehorizont ist dreimal so lang.
Nominal ist nicht real. Fast alle Sparplanrechner zeigen nur den nominalen Endwert. Wir zeigen zusätzlich die heutige Kaufkraft – und was das Leben eures Kindes im Rentenalter tatsächlich kosten wird.
Steuern gehören dazu. Beim Verkauf fällt auf den Gewinn Abgeltungsteuer an. Wir rechnen sie vereinfacht mit – ohne Sparerpauschbetrag und Vorabpauschale, aber näher an der Wahrheit als gar nicht. Beim Junior-Depot nutzt das Kind übrigens eigene Freibeträge; dafür gehört ihm das Geld ab 18 uneingeschränkt. Ein Depot im Namen der Eltern behält die Kontrolle, verschenkt aber diese Steuervorteile – beides ist legitim.
Die Rendite ist eine Annahme. Breit gestreute Welt-Aktienindizes haben langfristig rund 7–9 % pro Jahr gebracht, mit teils jahrelangen Durststrecken dazwischen. Ein Sparplan glättet vieles, garantiert aber nichts. Und eine Pause beim Einzahlen ist kein Drama – teuer ist nur das Entnehmen.
Wer fürs Kind vorsorgt, sollte die eigene Lücke kennen. Unser Hauptrechner rechnet Rente, Vermögen, Immobilien, Inflation und Steuern zusammen – kostenlos, ohne Anmeldung.
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