Häufige Fragen

FAQ

Wie verlässlich sind die Ergebnisse, welche Annahmen solltest du treffen — und was ist zu beachten, wenn du selbstständig bist? Hier die wichtigsten Fragen.

QWoher weiß ich, ob ich dem Ergebnis vertrauen kann?

Die Rechensimulationen wurden cross-AI über 1.000 Szenarien — angereichert mit Edge Cases — verifiziert. Dieselben Ergebnisse von zwei verschiedenen AI-Providern (Claude und Gemini) zu bekommen, war ein langer Weg: Die Logik wurde vereinfacht, wo Komplexität wenig Mehrwert brachte, im Zweifelsfall die konservative Rechnung bevorzugt und in einem Prompt mit allen Details beschrieben — so, dass es keinen Spielraum für Abweichungen gab.

Die Verifizierung läuft bei jedem großen Update erneut, wobei weitestgehend vermieden wird, die Logik anzupassen.

Auch wenn die Logik verifiziert wurde, hängt das Ergebnis stark von den Annahmen ab, die du selbst einstellen kannst. Mehr dazu unter Welche Annahmen sollte ich treffen?

QWelche Annahmen sollte ich treffen?

Die Vorauswahl der Annahmen wurde nach Recherche und einer konservativen Logik für Deutschland angepasst: Lebenserwartung, Steuern, Rentenanpassung, Inflation und weitere.

Je nach Land können diese schwanken und sollten angepasst werden.

Andere Annahmen triffst du von Anfang an selbst — zum Beispiel die Rendite deiner Anlagen. Hier lohnt es sich, konservativ zu planen und unterschiedliche Szenarien durchzuspielen und zu vergleichen.

QWie benutze ich das Tool, wenn ich selbstständig bin?

Im Rechner kannst du oben bei der gesetzlichen Rente zwischen angestellt und selbstständig umschalten. In der Selbstständigen-Ansicht verschwindet der Gehalts-Schätzer — du brauchst nur die eine Zahl aus deiner Renteninformation (oder 0). Dabei sind zwei Fälle zu unterscheiden:

  • Immer selbstständig / nie in die GRV eingezahlt: Setze die gesetzliche Rente auf 0. Deine Lücke füllt sich dann allein aus deiner privaten Vorsorge — trag z.B. Rürup/Basisrente als Einnahme bzw. Anlage ein.
  • Früher angestellt, jetzt selbstständig (oder die GRV wächst nicht mehr): Nimm den bisher erreichten Anspruch (② in deiner Renteninformation) — nicht die hochgerechnete Regelaltersrente (③). Die hochgerechnete Zahl unterstellt weitere Einzahlungen, die es bei dir nicht mehr gibt, und liegt deshalb zu hoch.

Deine weitere Vorsorge — ETF-Depot, Rürup/Basisrente, Immobilie, Tagesgeld — trägst du danach ganz normal als Anlage mit deiner erwarteten Sparrate und Rendite ein. Weil selbstständige Einkommen oft schwanken, lohnt es sich besonders, mehrere Szenarien zu vergleichen — etwa eine vorsichtige und eine optimistische Sparrate.

So siehst du realistisch, wie groß deine Lücke ist und mit welcher Sparrate du sie schließt. Der Rentenlücken-Rechner führt dich Schritt für Schritt durch.

QMeine Vorsorge sind Immobilien. Wie werden diese berücksichtigt?

Das kommt darauf an, wie du sie nutzt:

  • Du wohnst im Eigenheim? Weil du keine Miete zahlst, kann dein benötigtes Einkommen in der Rente entsprechend niedriger sein. Beachte aber die Kosten, die trotzdem bleiben: Hausgeld, Rücklagen, Instandhaltung.
  • Du erwartest regelmäßige Mieteinnahmen? Perfekt — füge sie einfach als Renteneinnahmen hinzu. Schätze dafür, wie viel Miete du ab Renteneintritt bekommen würdest, und berücksichtige Inflation und Wertsteigerung.
  • Du möchtest die Immobilie verkaufen und das Geld anders anlegen? Trag die erwartete Summe als Anlage mit der entsprechenden Rendite der neuen Anlage ein. Vergleiche hier gern zwei Szenarien: vermieten oder verkaufen und anlegen.

Zusätzlich stehen deine Immobilien in einer Übersichtstabelle. Achte außerdem darauf, dass genügend Rücklagen für Renovierungen und Reparaturen bereitstehen — z.B. auf dem Tagesgeldkonto.

QErsetzt das eine Beratung? Ist das eine Anlageempfehlung?

Nein. versorgt ist ein Rechenwerkzeug, keine Beratung. Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen auf Basis der Annahmen, die du selbst einstellst — und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Es gibt hier bewusst keine Produktempfehlungen, keine Affiliate-Links und keine Verkaufsabsicht. Das Tool sagt dir nicht, welchen ETF, welche Versicherung oder welche Bank du wählen sollst — es zeigt dir nur, wie sich deine eigenen Zahlen über die Zeit entwickeln und wo eine Lücke entsteht.

Für eine auf deine persönliche Situation zugeschnittene Empfehlung wende dich an eine unabhängige Honorarberatung oder eine:n Steuerberater:in. versorgt hilft dir, gut vorbereitet in so ein Gespräch zu gehen.

QWas ist mit gesetzlicher Rente, Inflation und Steuern — wie rechnet ihr das?

Kurz: ehrlich und eher konservativ. Die drei Punkte im Einzelnen:

  • Gesetzliche Rente: Du trägst deine erwartete Bruttorente ein (aus der Renteninformation). Sie läuft ein Leben lang und wird über die Jahre mit einer einstellbaren Rentenanpassung fortgeschrieben.
  • Inflation: Wird durchgängig berücksichtigt. Du siehst deine Zahlen sowohl nominal als auch in heutiger Kaufkraft — so wird nicht schöngerechnet, was in 30 Jahren real noch übrig ist.
  • Steuern: Auf Kapitalerträge wird die Abgeltungsteuer (KESt, standardmäßig 25 %) abgezogen; die Rate ist einstellbar. Es wird also mit Netto-Renditen gerechnet, nicht mit den schöneren Brutto-Zahlen.

Die Voreinstellungen (Lebenserwartung, Steuersatz, Rentenanpassung, Inflation) sind nach Recherche konservativ für Deutschland gewählt und lassen sich alle anpassen. Mehr dazu unter Welche Annahmen sollte ich treffen?

Was nicht berücksichtigt wird: Dein Steuerfreibetrag (Sparer-Pauschbetrag, 1.000 € in Deutschland), Teilfreistellungen bestimmter ETFs sowie weitere mögliche Steuervorteile fließen nicht ein — bewusst, um die Logik nicht unnötig zu verkomplizieren und um konservativ zu bleiben. In der Realität kann dein Ergebnis dadurch etwas besser ausfallen.

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